Mittwoch, 14. Dezember 2011

Zur Wahrheit in 24 Schritten (14)

Schockschwerenot, was muß der Chefredakteur da sehen? Ausgerechnet die ehemals ehrwürdige Zeit wildert in der Vorweihnachtszeit in Sachen Leserservice im Kernthemenbereich von DWüdW! Wie lange wird es noch dauern, bis Die Zeit mit einer eigenen Anleitung zur analen Selbstbefriedigung mit der Zahnbürste aufwartet? Höchste Zeit, das eigene Profil in angewandter Nächstenliebe wieder ein bisschen zu schärfen und sich den diesbezüglichen Fragen der Leserschaft zuzuwenden. Zum Beispiel:

segen für ein kondom vom papst*

Kein Zweifel, es ist nicht leicht, den päpstlichen Segen für ein Kondom zu bekommen, hat doch der große Theoretiker gemischtgeschlechtlicher Liebe ein grundsätzliches Problem mit dem Pimpern. Die gute Nachricht gleich vorweg: Sollten Sie schwul sein, dann können Sie so viele Kondome benutzen, wie Sie wollen. Da Sie ohnehin in die ewige Verdammnis wandern - die Bibel ist hier unmißverständlich - ist es dem Obersten Brückenbauer auch schon egal, mit wieviel Gummi Sie sich ins Höllenfeuer vögeln. Für alle Heteros ist das Problem dagegen, daß Rumgemache nur so zum Spaß tabu ist. Denn wo käme die Menschheit hin, wenn alle rumvögelten, wie es ihnen gerade ist? Und ein Kondom, das klingt schon verflucht nach Rumgepimper als reinem vergnüglichen Zeitvertreib...!
Aber natürlich bietet sich hier auch gleich der Ausweg an. Kein Problem mit der Kondombenutzung gibt es, solange sichergestellt ist, daß Sie als Katholik daran keine Freude haben. In den folgenden Situationen können Sie daher getrost ein Kondom mit päpstlichem Segen verwenden:

1) Ein Latexkondom kann problemlos benutzt werden, sofern sowohl Sie als auch Ihr Partner/ Ihre Partnerin an einer Latexallergie leiden.

2) Sollten Sie keine Latexallergie haben, dann tauchen Sie das Latexkondom nach dem Überziehen einfach für einige Minuten in Nagellackentferner. Zur Sicherheit können Sie dabei noch Rauchen und auf Gott vertrauen.

3) Ebenfalls kein Problem ist die Verwendung eines Kondoms, wenn Sie es vor der Benutzung gründlich mit Gleitcreme anfeuchten und von beiden Seiten in Sand wälzen. Sollte im Eifer des Gefechts keine Gleitcreme und kein Sand zur Hand sein, so geht es zur Not auch, das Kondom in Ei und Semmelbröseln zu wenden.
Sollte Ihr Partner/Ihre Partnerin gottloser Atheist oder Heide sein, dann reicht es aus katholischer Sicht natürlich vollkommen, wenn Sie nur ihre eigene Seite des Kondoms in Sand wälzen.

4) Wer für solche zeitraubenden Vorsichtsmaßnahmen einfach zu heißblütig und leidenschaftlich ist, der sollte seine Kondome zur Sicherheit im Tiefkühlfach aufbewahren.

Und wenn Ihnen diese Herangehensweisen doch irgendwie zu katholisch sein sollten, dann bleibt als Alternative natürlich immer noch, das Kondom vor der Verwendung einmal kurz über einen Kaktus zu ziehen!


*An dieser Stelle beantwortet Die Wahrheit über die Wahrheit täglich eine der 24 überraschendsten Google-Suchanfragen, die 2011 Leser auf dieses Blog gebracht haben.

Kommentare:

  1. Sie sollten Ihre Suchbegriffe besser lesen. Dort steht "Segen für ein Kondom vom Papst". Und das kann bedeuten:

    1) der Suchende leidet unter einer Rechtschreibschwäche und sucht Sägen für ein päpstliches Kondom. Oder

    2) der Suchende sucht zusätzlich zum päpstlichen Kondom noch einen Segen (etwa in der Art "Geheiligt werde dein Willi..."). Oder

    3) er sucht geheiligte Baumfällwerkzeuge, die Benedikt sechzehn herstellte, um damit ein uraltes und daher verhärtetes Kondom zu zerlegen. Damit es in die Restmülltonne passt.

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  2. Ja, ich hatte mich selbst auch schon gefragt, ob nicht das Kondom selbst gesegnet werden soll. Aber das wäre ja abwegig. Zwar hat auch die kath. Kirche eine gewisse Tradition im Segnen bizarrer Gegenstände (Kriegsflaggen, Kriegsgerät,...). Aber Kondome segnen? Das wäre einfach zu menschenverachtend!

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