Mittwoch, 10. August 2011

Eine Frage des Speicherplatzes

Es gibt so gewisse Sätze, deren dramatischen Klang kennt man aus Filmen, sie selbst zu hören hätte man aber niemals erwartet. Der Satz "Das Haus ist umstellt, kommen sie mit erhobenen Händen heraus!" ist etwa so ein Satz, oder auch bei Taxifahrern "Folgen sie diesem Wagen!". Nicht ganz so dramatisch, aber trotzdem in diese Richtung geht es, wenn man auf der Arbeit das Telefon abnimmt und von einer wohlbekannten weiblichen Stimme sehr ernst mit dem Satz begrüßt wird: "Setz' dich erst mal hin!" Sofort setzt ein gewisses Gefühl der Derealisation ein, und Gedanken wie: Haben wir im Lotto gespielt? Habe ich eigentlich, als ich heute Morgen ging, in der Küche das Gas abgedreht? Auf das richtige Problem komme ich aber irgendwie doch nicht:
"Ich komm' gerade vom Ultraschall. Es sind zwei!"
Das mit dem Derealisationserleben wird dadurch nicht unbedingt besser. Und bei einer 47-qm-Wohnung im 4. Stock eines Altbaus mit einer Treppenhausbreite von 60cm war schon der Gedanke an ein Kind ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Und nun zwei?
Inzwischen habe ich mich dann aber wieder beruhigt. Schließlich hält der Onlinehandel auch für dieses Problem eine einfache, platzsparende und kostengünstige Lösung bereit:


Von mir aus kann's dann losgehen!

Kommentare:

  1. Was denkst du dir bei solchen Posts? Das kannst du doch nicht machen!
    Für Neugeborene reicht in der Regel ein Schuhkarton, den gibt es gratis, und er nimmt viel weniger Platz weg als diese lächerlichen Boxen.
    Dein Blog lässt mich in letzter Zeit übrigens immer öfter an Stephen Lynch denken. Vielleicht kannst du von dem auch noch ein bisschen was lernen.

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  2. Zwei ist doch gar nicht so schlecht. Hat man immer eins in Reserve, falls mal eins kaputtgeht...

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  3. @Muriel:
    Ich stecke meine Kinder doch nicht in Schuhkartons! Am Ende denkt die Hebamme noch, ich würde sie nicht sachgerecht lagern!
    Die Sorgen von Stephen Lynch was hässliche Babys angeht teile ich aber nicht. Ich habe heute noch in der Zeit gelesen, daß das gegen Angst wirkende "Wohlfühlhormon" Oxytocin als Medikament in der Geburtshilfe eingesetzt wird (http://www.zeit.de/wissen/2011-08/oxytocin-soziale-konflikte). Das heißt, sie geben das doch bestimmt auch den Vätern??
    ;)

    @Pathologe:
    Stimmt, Redundanz macht weniger störungsanfällig! Treibt aber auch die Kosten... ;)

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  4. Dann mal doppelt: Glückwunsch!

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  5. Liest SIE hier mit? Wenn ja, dann bist du sehr, sehr mutig.
    Babys sind grundsätzlich hässlich, andere Meinungen sind hormongesteuert. Trotzdem Glückwunsch!

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  6. Danke für die Glückwünsche!

    Nein, ich konnte SIE nie so recht dazu bewegen, das Blog zu lesen. Wenn sie es aber eines Tages doch mal tun sollte, dann eröffnen sich ganz neue Aspekte in unserer Beziehung! :)

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  7. Wie es auch kommt, zwei sind halt zwei. Es ist was es ist.
    Daumenhaltend.

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