Samstag, 1. November 2014

Rakete, Rakete!

Ja, ich weiß, es ist nix Neues. Aber das gilt ja für alle Beteiligten, insofern möge man es als leider nun einmal notwendige Ergänzung verstehen.
Im letzten April erklärten uns die Medien, wie bedrohlich die Tests russischer Interkontinentalraketen (mitten im Ukrainekonflikt!) seien. Ein halbes Jahr später geht es wieder in dieselbe Richtung. Deutschlandfunk, Focus Online, oder ganz dezent auch SpOn -
- sie berichten uns wieder von neuen russischen Raketentests in den letzten Tagen und daß (irgendwelche nicht näher genannten) Experten darin eine "Machtdemonstration" sähen. Daher noch mal ein Update der hier im April schon einmal gezeigten Abbildung zur Veranschaulichung der längerfristigen Entwicklung bei den Interkontinentalraketentests. Alle Teststarts russischer Interkontinentalraketen, amerikanischer Interkontinentalraketen, sowie Tests für den amerikanischen Raketenabwehrschirm seit 2011:

(Ach ja, und wenn Russland mit der Topol-M sein "Erstschlagsarsenal" testet, dann haben die USA mit den Tests ihrer Trident II - Raketen in diesem Jahr ihr Erstschlagsarsenal auch schon fünf mal getestet…)


Nachtrag (3.11.):
Ok, hier dieselbe Abbildung noch mal, mit den Anmerkungen aus den Kommentaren berücksichtigt: Die drei Teildiagramme haben die gleichen y-Achsen. Außerdem ist die Anzahl der Starts nicht pro Tag eingetragen, sondern pro 10-Tage-Intervall, um die x-Achse ein bisschen zu entzerren (Wobei die Wahl der Intervalle auch wieder willkürlich ist). Tut sich nicht so wahnsinnig viel…

Kommentare:

  1. Eine kleine Kritik an der Graphik habe ich: Sie verwendet verschiedene Maßstäbe bei den Interkontinetalraketenstarts, was einen gestrengen Beobachter an Manipulationsversuche glauben lassen könnte.

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    1. Hm, das setzt aber schon einen ziemlich gestrengen Beobachter voraus… Aber ich sehe schon den Punkt. Bei genauerer Betrachtung ist mir selbst übrigens ein mindestens genauso großes Problem aufgefallen: Ich trage die Starts pro Tag auf. Beim weiten Zeitraum von vier Jahren kann man dadurch nur eine Woche auseinander liegende Starts schwer im Diagramm auseinander halten. Aber vor Montag komme ich nicht dazu, die Grafik noch mal zu überarbeiten.

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