Mittwoch, 17. Juni 2015

Schrottpresse

Mal in die Zeitung zu kommen ist gar nicht so einfach. Wenn's sicher klappen soll, muß man schon Papst sein (ist aber nur was für die Generation 70+), einen Massenmord begehen (tut man's privat, gilt es aber als sozialunverträglich, tut man's im Regierungsauftrag, als geheim) oder einen Nobelpreis bekommen (ist aber nur was für Begabte). Hat man nur zwei linke Hände anzubieten, wird eine Schlagzeile richtig teuer - man müßte schon einen Ferrari zu Schrott fahren. Dann klappt's aber sicher:










(Reihe abgebrochen)

Und was lernt man aus der "Ferrari zu Schrott"-Berichterstattung? In Deutschland wird im Schnitt alle 101 Tage ein Ferrari zu Schrott gefahren - und zwar ausschliesslich von Männern! Aber Letzteres ist ja auch kein Wunder. Wer würde schon eine Frau ans Steuer eines Ferrari lassen? Am Ende fährt sie doch nur Schrammen in den Lack...

Kommentare:

  1. Frauen können ja bekanntlich auch mit einer echten Sportwagenschaltung gar nicht umgehen (s. hier: https://gnadlib.wordpress.com/2014/02/23/manner-am-steuer/)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :)

      Aber Automatikgetriebe? Nee! Das ist doch auf einer Ebene mit Elektrogrillen und Frische-Socken-anziehen! Was für Mädchen, aber doch nichts für richtige Kerle! ;)

      Löschen
    2. Ich weiß, allein die Erwähnung des A-Wortes ist ein Sakrileg. Dann nehmen wir eben eine fahrergesteuerte Handschaltung über Wippschalter (Tiptronic), da löst der Fahrer den Schaltvorgang nur noch aus, aber der Gangwechsel selbst erfolgt dann vollautomatisch. Das sollte auch der verpeilteste Kerl hinkriegen...

      Löschen
    3. Können schon, nömix, keine Frage, aber anscheinend tun sie's seltener...

      Löschen
  2. Und damit ist man dann fast auf Augenhöhe mit Schumacher, Frentzen, Vettel...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das wäre ein Kompromiss… Aber irgendwie, ich weiß nicht. So männerpsychologisch gedacht, das Gefühl, einen stahlharten Schaltknüppel in der Hand zu halten und damit die 500 Stutenstärken unter der Haube mal ordentlich zum Wiehern zu bringen… Also wenn ich das Geld für einen Sportwagen hätte, ich würde mir dieses Erlebnis nicht von einer Tiptronic nehmen lassen! ;)

      Löschen
  3. Hm, ... aber im Grunde hat es ja immer nur der Ferrari in die Schlagzeile geschafft.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich frage mich immer, was die Leute an diesen Autos finden - die Dinger sind hässlich, weitestgehend nutzlos, in der Kombination mit unreifen Schwanzverlängernwollern gemeingefährlich und dazu unnötig laut.

      Meine erste Reaktion, wenn jemand seinen Ferrari (oder andere Geräte vergleichbarer Machart) spazierenfährt ist immer: Kann dem mal jemand den Auspuff flicken! Das gilt auch für sportlich gefahrene 911er, obwohl ich die wenigstens ästhetisch ansprechend finde - schön understated und so.

      Löschen
    2. Bzw. das, was vom Ferrari übrig geblieben ist…

      Ich hatte bisher nur einmal in meinem Leben die Gelegenheit, ein PS-Monster selber zu steuern. Und entspannt mit Tempo 200 über die Autobahn zu gleiten, dann aufs Gas zu treten, und immer noch von der Beschleunigung in den Sitz gedrückt zu werden, das ist schon ein verdammt geiles Gefühl! Primitiv, gemeingefährlich, meinetwegen - aber wie andere primitive Beschäftigungen auch, eben ein echt geiles Gefühl. Ein kleines Bisschen kann ich Sportwagenfreunde seitdem verstehen… ;)

      Löschen