Samstag, 15. Februar 2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Da habe ich beim lustlosen und gelangweilten herumklicken in den Qualitätsmedien alleine heute drei frische neue Schlagzeilen zum Thema Steuerhinterziehung gefunden. Und die sind typisch für die ganze Berichterstattung der letzten Wochen:

"Grenzen der Moral: Steuerhinterziehern sollten wir weniger mit Empörung als mit juristischem und politischem Druck begegnen."
"Im Kopf der Betrüger: Steuerhinterzieher halten sich für Gott"
"Steuerhinterziehern auf der Spur: Was Fahnder bei der Arbeit erleben"

Da fällt was auf, nicht wahr? Viel zu deutlich fällt da was auf. Als hätte es Alice Schwarzer und ihr wahrhaft großes, wohl immer noch mißverstandenes Opfer für die Sache nicht gegeben! Waren denn alle Bemühungen umsonst?
Verdammt noch mal, Schluß mit der Diskriminierung -  in inklusiver und geschlechtergerechter Sprache heißt da ab jetzt gefälligst
"Steuerhinterzieherinnen und Steuerhinterzieher"!
So viel Zeit muß sein, klar?!

Kommentare:

  1. Sie haben ja recht. Ebenso wie die geschlechtsspezifisch diskriminierende Floskel »nach den mutmaßlichen Tätern wird gefahndet« gefälligst ersetzt gehört: »nach den mutmaßlichen Täterinnen oder Tätern wird gefahndet«. Und: »Achtung Autofahrerinnen und Autofahrer: auf der A Sowieso kommt Ihnen eine Geisterfahrerin oder ein Geisterfahrer entgegen«. Echt, jetzt.

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    1. Unsinn. Dafür gibt es das Partizip, das ist geschlechtsneutral: Steuerhinterziehende, Autofahrende, Geisterfahrende usw. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, gebe ich zu, funktioniert aber und ist umschifft zumindest bei Pluralnennungen elegant das Problem des generischen Maskulinums.

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    2. Wir sind uns wohl zumindest einig, daß mit dieser sprachlichen Diskriminierung durch Auslassung Schluß sein muß.
      Das Partizip mag für den Plural ganz praktisch sein, aber im Falle des Geisterfahrers ist die Anzahl ja durchaus auch interessant, und wenn's nur einer ist? Vielleicht könnte man hier der Zeitersparnis wegen ein wenig großzügiger sein. Also zumindest, wenn der Moderator das erigierte "I" richtig auszusprechen weis.

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    3. Eine geisterfahrende Person? Egal, das erigierte I ist klasse :D

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